Leben im Haus der anderen

 

Meine neue Lieblingsbeschäftigung: 

mit den Einsiedlerkrebsen spielen.

Scharenweise gschafteln die kleinen Krebse mit den Muscheln und Schneckenhäusern auf dem Rücken den Strand entlang. Man kann sie hochnehmen, sie anpusten (dann kommen sie aus der Muschel), einen zweiten dazu nehmen und sie einander vorstellen. Und dann reden sie miteinander :-)

Die Einsiedlerkrebse sind Meister des Recyclings. Um ihren weichen Po zu schützen, suchen sie sich schon als Babykrebs ein leeres Schneckenhaus, das von da an bis zum nächsten Wachstumsschub ihr mobiles Haus sein wird. Ist es irgendwann zu klein, müssen sie sich neu auf dem knappen Wohnungsmarkt orientieren. Findet ein kleiner Krebs ein Haus, das für ihn selbst noch zu groß ist, wartet er zunächst ab, ob noch ein größerer Interessent kommt. Kommen aber noch weitere kleine Krebse dazu, bilden sie eine "Huckepackkette". Sie stellen sich der Größe nach hintereinander auf und halten sich am Schneckenhaus des anderen fest. Kommt ein größerer Wohnungssuchender daher, darf dieser in das große Schneckenhaus. Sein altes bekommt dann der erste Einsiedler der Huckepackkette, dessen Haus der Nächste, usw. Das synchrone Umziehen ist nur dann wirklich blöd, wenn man seine eigene Muschel hergegeben hat und dann feststellt, dass die neue Behausung Mängel aufweist.

 

 

Guten Tag, Herr Einsiedler!
Guten Tag, Herr Einsiedler!

Ansonsten sitze ich während der Regenzeit im Trockenen, schaue raus aufs Meer, höre dem Rauschen der Palmzweige zu und habe viiiel Zeit zum Lesen. Zum Beispiel: „Die Dienstagsfrauen“ von Monika Peetz, ein hinreißend komischer Roman über fünf Freundinnen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, unterwegs mit dem Tagebuch eines verstorbenen Ehemannes auf dem Pilgerweg nach Lourdes. 

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