Antikmarkt in Peking - Panjiayuan

 

 

Wir sind ein paar Tage in Peking, in meinem Lieblingshotel: Das Face. Eigentlich war das Face mal eine Schule, aber nun sind die Klassenzimmer wunderschöne Hotelzimmer, eingerichtet mit chinesischen Antiquitäten verknüpft mit zeitgenössischer Kunst. Ich liebe es!

 

 

Der Geschäftsführer sowie die Hotelangestellten kennen sich hier mit Kunst aus und geben mir einen Tipp für den heutigen Tag. Ich soll zum Panjiayuan fahren - dem Antikmarkt-Areal in Peking. Damit das auch klappt, drücken sie mir einen Zettel für das Taxi in die Hand:

Hallo!

Bitte fahren Sie mich zum Panjiayuan!

Danke!

 

 

In diesem kleinen Antiquitätenlädchen habe ich schließlich das antike, rote Kleid oben links und eine Kindermütze aus früheren Zeiten gekauft. Das Handeln mit der alten Dame mit den kaputten Zähnen hat fast eine Stunde gedauert. Und weil ich ja nun gelernt hatte, dass ich ungefähr nur mit einem Drittel vom veranschlagten Preis zu rechnen hab, hab ich verhandelt wie ein Weltmeister. Natürlich auch für das teure rote Kleid.

 

Gegen Ende haben wir uns angebrüllt:

Sie: "blablabla (chinesisch) Blabla...hundred years old!!!!!!! Very, very old!!! Meiyou cheap!!!" 

Ich: "I can not spend so much money!!!! Blabla...meiyou!!!!! Don't warn any money...artist, you know!? No money!!!! No creditcard, just cash! 800 RMB! (Zahlen auf chinesisch)" 

Sie: "Aaaaaaahhhh....blablabla....(zeigt auf sich) loose money!!!!" 

Ich: "My husband will kill me!!!!!"  

Sie lachte und schimpfte wieder: "Blablabla...ok, ok,2000 RMB!!!" 

Ich: "no no no, meiyou!!!!!!" 

(und das hat sich mehrmals wiederholt)

 

Am Ende haben wir uns auf 1000 geeinigt, wobei sie so getan hat, als müsste sie morgen vor lauter "ruiniert" den Laden schließen und ich so getan hab, als hätte ich meinen ganzen Jahreslohn ausgegeben. Und dann hab ich meinen Geldbeutel aufgemacht und hatte nur noch 650 RMB drin, hab ihr das hingelegt und sie vorwurfsvoll angeschaut, weil ich jetzt dann gar nix mehr hab. (Und dann hab ich aus der Tasche noch ein paar Hunderter rausgeholt. Und dann hat sie auf meine Tasche gezeigt und geschrien und ganz laut gelacht und wieder geschimpft und gesagt, dass ich smart und ein Schlitzohr bin und noch ganz viel chinesisches Blabla.) Ich hab ihr dann auf die Schulter geklopft und ihr gesagt, dass alles gut ist, weil ich das Kleid so wunderschön finde und es in Ehren halte und immer an ihren schönen Laden denken werde. und mit ganz viel Hallo und Helau haben wir uns verabschiedet. Das war lustig! 

 

 

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Christine Hohenstein: Vintage Charme - Collagenmalerei in  Acryl